HAMMER of SCIENCE 01

152 Seiten voller wissenschaftlichen Unfugs äußerst motivierter Forscher und Doktoren. In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns im überwiegenden Maße mit Köpfen in Gurkengläsern, denen – nicht immer freiwillig – ein befremdliches Eigenleben ermöglicht wurde.

Erhältlich als Paperback oder Hardcover portofrei über Amazon

Das Gehirn im Gurkenglas

Die Ära zwischen 1920 und 1940 markiert eine radikale Umbruchphase der Wissenschaft. Während technische Innovationen und medizinische Durchbrüche die Gesellschaft transformierten, blickten die Autoren der legendären Pulp-Magazine hinter die Kulissen des Fortschritts. „Hammer of Science“ versammelt exzellente Beispiele dieser literarischen Strömung, in der die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn systematisch aufgelöst werden.

Einzigartige Originalfassungen und Erstveröffentlichungen

Im Zentrum dieses Bandes steht eine literarische Entdeckung: Alexander Beljajews „Professor Dowells Kopf“. Wir präsentieren hier erstmals die kompakte, ursprüngliche Kurzversion von 1925, die in der Arbeiterzeitung Rabotschaja Gaseta erschien. Diese Urfassung unterscheidet sich grundlegend von der später geglätteten Romanversion von 1937 und besticht durch ihre rohe, existentielle Wucht. Als weiteres Highlight enthält der Band die Erstveröffentlichung von Henry González’ „Der Achte Tag“. Darin wird das beklemmende Szenario entworfen, die Gehirnkapazitäten Verstorbener zu einem übermächtigen, kollektiven Intellekt zu verschalten – ein früher Vorläufer transhumanistischer Horrorvisionen.

Die Auswahl der Erzählungen deckt das gesamte Spektrum des Genres ab:

  • Harold Ward: Der Meister des chirurgischen Horrors ist gleich dreifach vertreten. In „Jim Dickinson’s Head“ und „I am dead“ widmet er sich der Isolation des Bewusstseins vom Körper, während er in „House of the Lizard“ die biologische Integrität des Menschen zur Disposition stellt.
  • Gertrude Barrows Bennett (Francis Stevens): In „Unseen – Unfeared“ demonstriert die von H.P. Lovecraft geschätzte Autorin, wie wissenschaftliche Apparaturen Schleier zerreißen, die besser verschlossen geblieben wären.
  • Arthur Machen: Mit seinem Klassiker „The Great God Pan“ liefert er das fundamentale Werk über die verheerenden Folgen eines Eingriffs in die menschliche Wahrnehmung.
  • Laurenco L. Macros: Die Geschichte „Ein Serum gegen das Böse“, ursprünglich als „Doctor Death“ im MAJOR DIMES Heft 3 erschienen, führt den Leser in die Welt der geheimen Elixiere und der moralischen Verwerfungen der frühen Biochemie.

Kontext und Ästhetik der Pulp-Ära

Dieses Buch ist mehr als eine Anthologie; es ist eine Verbeugung vor der goldenen Ära der Crime- und Weird-Fiction-Magazine. Autoren wie Sax Rohmer (Dr. Fu Manchu), Curt Siodmak (Donovans Gehirn) oder Donald Wandrei prägten dieses Bild des „Mad Scientist“, das zeitgleich auch das frühe Kino revolutionierte. „Hammer of Science“ spiegelt die Atmosphäre von Klassikern wie „Mad Love“ (1935) oder „The Man They Could Not Hang“ wider, in denen Wissenschaftler die Naturgesetze als bloße Empfehlungen betrachten.

In diesem Buch:

  • Jim Dickinsons Kopf / Jim Dickinsons Head von Harold Ward
  • Der Achte Tag von Henry González (Erstveröffentlichung)
  • Professor Dowells Kopf / Golowa professora Doujelja von Alexander Beljajew
  • Ich bin Tot / I am dead von Harold Ward
  • Ungesehen – Ungefürchtet / Unseen – Unfeared von Gertrude Barrows Bennett
  • Der große Gott Pan / The Great God Pan von Arthur Machen
  • Das Haus der Echse / House of the Lizard von Harold Ward
  • Ein Serum gegen das Böse / Doctor Death von Laurenco L. Macros (Reprint des vergriffenen Major Dimes-Groschenheft HAMMER of SCIENCE 1)

Erhältlich als Paperback oder Hardcover portofrei über Amazon.

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